Gabriel, Holger
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Gabriel, Holger HW

Universitätsprofessor für Sportmedizin und Gesundheitsförderung
Lehrstuhlinhaber und leitender Arzt
Facharzt für Allgemeinmedizin (Gebietsbezeichung), Sportmedizin (Zusatzbezeichnung)

Gabriel, HolgerÄrztliche Tätigkeitsschwerpunkte:
Gesundheitsressourcen, Gesundheitsrisiken, Gesundheitsverhalten, Gesundheitsbildung, Gesundheitsförderung,
Krankheitsprävention, Krankheitsfrüherkennung,
Sportkardiologie, Sportimmunologie, sportmedizinische Sonographie,
Leistungsdiagnostik und Leistungsoptimierung für junge und alte, gesunde und kranke Menschen jeglicher Leistungsfähigkeit,
Gesundheitsberatung, ärztliche Seelsorge (i.S. Victor Frankls),
Begleitung im selbstverantwortlichen Umgang mit Gesundheit und Krankheit,
Anleitung zu gesundheitsförderlicher Verhaltensänderung, Anleitung zu gesünderer Bewegung, körperlicher Aktivität, Sport und Regeneration,
Anleitung zu Entspannungsverfahren und Meditation.

Langfristiges Arbeitsziel in Forschung, Lehre und Gesundheitssprechstunde:
Beratung und praktische Anleitung zu heilsamer und gesunder Lebensführung in der gesamten Alter(n)sspanne

a) mit der Vernunft des christlichen Glaubens und/oder
b) der Vernunft empirischer Gesundheits-/Lebenswissenschaften und/oder
c) der praktischen Medizin.

Profiteri - wofür stehe ich als Universitätsprofessor für Sportmedizin und Gesundheitsförderung? 
"In meinem beruflichen Umfeld verstehe ich mich als Arzt und Mitmensch. Als solcher begleite und berate ich gesunde und kranke Menschen jeglichen Alters und jeglicher Leistungsfähigkeit in ihren Gesundheits- und Krankheitsfragen.

Als Wissenschaftler bin ich an der wissenschaftlichen Reflexion der medizinisch-praktischen Fragen interessiert. Mich interessieren gesunde und kranke Menschen in ihren Äußerungen über ihre Gesundheit und ihre Krankheit. Gesundheit und Krankheit sind immer mit Fragen nach der physischen, seelischen und sozialen Funktions- und Leistungsfähigkeit verbunden. Die Gesundheits- und Krankheitsfragen hinterfrage ich aus empirisch-wissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Perspektiven. Ich verstehe Medizin als praktische Wissenschaft. Mein besonderes Interesse gilt der theologischen und anthropologischen Reflexion der Funktions- und Leistungsfähigkeit über die gesamte Lebensspanne hinweg.

`Wie kann, darf, soll oder muss mit der gegenwärtigen Funktions- und Leistungsfähigkeit umgegangen werden? Wie will ich mit meiner (eingeschränkten) Funktions- und Leistungsfähigkeit umgehen? Wie kann ich mich darüber äußern, über meine Sorgen und Nöte, aber auch meine Chancen und Herausforderungen ins Gespräch kommen?´ Sich mit Patientinnen und Patienten ins Gespräch zu begeben, ihnen als Arzt und Mitmensch zu begegnen und sich gemeinsam auf dem Weg zu machen, sind mir die zentralen Anliegen in meiner Gesundheitssprechstunde. Die Gesundheitssprechstunde ist der Kristallisationspunkt meiner ärztlichen Tätigkeit in Forschung und Lehre, von Praxis und Theorie.

Aus diesem Zugang und den vorgenannten Fragen ergeben sich einerseits (zunächst und zuletzt) die praktische Tätigkeit und andererseits (quasi im Dialog) die theoretische Reflexionsarbeit. Die Begegnung von Patient und Arzt dient der menschenangemessenen Befähigung in Fragen der physischen, seelischen und sozialen Funktionen bzw. Leistungen sowie dem Umgang damit. In meinem Verständnis ist die Patient-Arzt-Begegnung Teil eines hermeneutischen Kommunikations- und Entwicklungsprozesses, in den die empirisch-wissenschaftlichen und insbesondere die medizinisch-analytischen Erkenntnisse hinein genommen werden. 

Victor von Weizsäcker plädiert in seiner medizinischen Anthropologie für einen Gesundheitsbegriff, wonach `gesund sein heiße nicht, normal sein, sondern es heiße: sich in der Zeit verändern, wachsen, reifen, sterben können´. Hier bleibt für mich die Frage offen, wohin der Mensch als homo temporalis in seinen Gesundheitsbemühungen, seinem Altern und seinem Sterben unterwegs ist: Ist der Mensch (als Patient und als Mitmensch) unterwegs, einer selbstbestimmten (Un-)Endlichkeit entgegen? Oder ist der Mensch auf dem Weg, einer futura forma* entgegen, einer Zielbestimmung, die dem menschlichen Zugriff entzogenen bleibt?

Nicht zuletzt über diese existentiellen Fragen in der Gesundheitssprechstunde nachzudenken und zu sprechen dient meiner Erfahrung nach dem immer neuen Ringen um einen menschenangemessenen und verantwortlichen Umgang mit dem eigenen Gesundsein und Kranksein, dem eigenen Leben und demjenigen der Mitmenschen. Im Falle der Gesundheitssprechstunde begegnen sich darin Patient oder Patientin und Arzt oder Ärztin als Mitmenschen in unterschiedlichen Rollen."

Prof. Dr. med. Holger Gabriel
Jena, 13. Februar 2017

*These 28 von Martin Luthers "Heidelberger Disputation" (1518), StA I, 212, 8-17; s. in: Hans-Martin Rieger: Der ewig unfertige Mensch. BThZ, 24(2), 2007, S. 319-341   

Thematische Schwerpunkte:

Email: holger.gabriel@uni-jena.de

Büro: Raum 116, Obergeschoss rechts (Gesundheitssprechstunde)

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 > Youtube channel: spomedprof@uni jena


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